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Präsentation mit ChatGPT von der Gliederung bis zur Folie
Aus einem Thema wird Schritt für Schritt eine Präsentation: Gliederung, Folientexte und Sprechnotizen mit kopierbaren Prompts.
Wofür das gut ist
Eine Präsentation entsteht in drei Etappen: erst die Gliederung, dann die Texte der Folien, dann das Gestalten. Die KI hilft Ihnen bei den ersten beiden Etappen, damit Sie nicht vor einer leeren Folie sitzen. Das Gestalten (Bilder, Farben, Layout) erledigen Sie in Ihrem gewohnten Programm, etwa PowerPoint.
Das passt für Kundenvorträge, Teamschulungen, Eigentümerversammlungen oder ein Angebotsgespräch. Die KI liefert einen Rohentwurf. Aussagen, Zahlen und der rote Faden stammen von Ihnen.
Was Sie brauchen
- Thema, Zielgruppe und Zeitrahmen (zum Beispiel “20 Minuten für Eigentümer”).
- Ihre eigenen Stichpunkte oder Fakten. Je mehr Sie liefern, desto weniger muss die KI erfinden.
- Ein Präsentationsprogramm für das Gestalten.
- Einen KI-Assistenten Ihrer Wahl. Die Prompts unten sind nicht an ein bestimmtes Werkzeug gebunden.
So geht es
- Klären Sie vorab drei Dinge: Wer hört zu? Was sollen die Zuhörenden danach wissen oder tun? Wie lange dauert der Vortrag?
- Sammeln Sie Ihre Stichpunkte, Zahlen und Fakten in einer Liste. Nur Fakten, die Sie belegen können.
- Lassen Sie mit Prompt 1 eine Gliederung erstellen. Streichen und verschieben Sie, bis sie zu Ihrem Vortrag passt.
- Lassen Sie mit Prompt 2 die Folientexte und Sprechnotizen zu jedem Abschnitt schreiben, am besten Abschnitt für Abschnitt.
- Übertragen Sie die Texte in Ihr Präsentationsprogramm und gestalten Sie die Folien. Halten Sie die Folien knapp: Was Sie erzählen, gehört in die Sprechnotizen, nicht auf die Folie.
- Lesen Sie alles laut durch. Prüfen Sie jede Zahl und jede Behauptung gegen Ihre Unterlagen.
Der Prompt
Prompt 1, die Gliederung:
Du bist Präsentationscoach für Büros im Mittelstand. Erstelle eine Gliederung für einen Vortrag.
Thema: [Thema des Vortrags]
Zielgruppe: [wer zuhört, z. B. Eigentümer einer Wohnanlage]
Dauer: [z. B. 20 Minuten]
Ziel: [was die Zuhörenden danach wissen oder tun sollen]
Meine Stichpunkte und Fakten (nur diese dürfen als Tatsachen verwendet werden):
[Stichpunkt 1]
[Stichpunkt 2]
[Stichpunkt 3]
Liefere:
1. Eine Gliederung mit [8] Folien, jeweils mit Folientitel und einem Satz, was darauf gesagt wird.
2. Einen Vorschlag für Einstieg und Abschluss.
3. Eine Liste mit Stellen, an denen mir Informationen fehlen und die ich ergänzen muss.
Alles, was über meine Stichpunkte hinausgeht, markierst du mit (hier ergänzen), statt es dir auszudenken. Das gilt besonders für Zahlen, Studien und Beispiele.
Prompt 2, Folientexte und Sprechnotizen:
Hier ist die Gliederung, die ich behalten möchte:
[Gliederung hier einfügen]
Schreibe jetzt den Inhalt für [Folie 1 bis 3, oder: alle Folien]. Gib mir zu jeder Folie diese vier Teile:
Überschrift: kurz und als Aussage formuliert, nicht als Schlagwort.
Auf der Folie: wenige Zeilen, jede so kurz, dass man sie ohne Vorlesen versteht.
Ich sage dazu: zwei bis vier Sätze in gesprochener Sprache, so wie ich es dem Publikum erzählen würde.
Bildidee: ein Satz, ob ein Foto, ein Diagramm oder gar kein Bild passt.
Sprache: Deutsch, Sie-Form gegenüber dem Publikum, kurze Sätze, Fachwörter nur mit Erklärung.
Als Tatsachen gelten nur meine Stichpunkte aus der ersten Nachricht. Wo dir eine Angabe fehlt, schreibe (hier ergänzen) und erfinde nichts.
Ein Beispiel
Erfundene Ausgangslage: Die “Beispiel Versicherungsmakler GmbH” will Gewerbekunden in 15 Minuten erklären, warum ein jährlicher Versicherungs-Check sinnvoll ist. Als Stichpunkte liefert sie: “Betriebe ändern sich laufend”, “Neue Mitarbeitende, neue Geräte, neue Räume”, “Ein Check dauert ein Gespräch”.
Aus Prompt 1 sollte eine Gliederung entstehen wie: 1. Warum wir heute sprechen, 2. Was sich in Betrieben ständig ändert, 3. Was dabei übersehen wird, 4. Wie ein Check abläuft, 5. Was Sie davon haben, 6. Nächster Schritt. Fehlen Beispiele, steht dort “(hier ergänzen)”, und die Maklerin trägt ihre eigenen ein. Aus Prompt 2 kommen zu Folie 4 eine Überschrift, wenige kurze Zeilen und ein Sprechtext, die sie in ihren Worten anpasst.
Darauf sollten Sie achten
- Datenschutz: Geben Sie keine echten Kundendaten, Namen oder vertraulichen Zahlen in private Zugänge ein. In einem Firmenzugang mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung klären Sie intern, was erlaubt ist. Alternativ ersetzen Sie Namen durch Platzhalter.
- Prüfen durch einen Menschen: Die KI formuliert glatt, auch wenn etwas nicht stimmt. Jede Zahl, jedes Zitat und jede Rechtsaussage prüfen Sie selbst gegen Ihre Quellen, bevor Sie vortragen.
- Keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung: Inhalte dazu lassen Sie von einer Fachperson prüfen.
- Weniger ist mehr: KI-Entwürfe neigen zu vollen Folien. Kürzen Sie, bis jede Folie in drei Sekunden verstanden wird.
- Bilder: Bildvorschläge sind nur Ideen. Nutzen Sie Bilder, für die Sie die Rechte haben, und kennzeichnen Sie KI-erzeugte Bilder, wo das nötig ist.
Varianten
- Aus einem Text: Fügen Sie einen eigenen Text ein (ohne vertrauliche Daten) und bitten Sie: “Mache daraus eine Gliederung mit acht Folien.”
- Kürzen: “Kürze diese Präsentation auf zehn Minuten und sage mir, was du gestrichen hast.”
- Fragen vorbereiten: “Welche fünf Fragen könnte das Publikum stellen? Schlage kurze Antworten vor, die ich dann gegen meine Unterlagen prüfe.”
- Handout: Lassen Sie aus den Sprechnotizen eine einseitige Zusammenfassung für die Teilnehmenden schreiben.
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