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Excel-Tabellen mit Claude auswerten

Eine Tabelle verstehen, ohne Formeln zu können: So lassen Sie Claude Auffälligkeiten finden, Summen erklären und Ergebnisse gegenprüfen. Mit Prompts.

20 Min. Einsteiger Stand:

Wofür das gut ist

Sie haben eine Tabelle mit Hunderten Zeilen: Rechnungen, Aufträge, Mieteingänge, Schadenfälle. Sie wollen wissen: Was fällt auf? Wo stimmt etwas nicht? Was sagt mir das Ganze? Claude kann eine Tabelle lesen, Muster benennen und Rechenwege erklären. Ohne dass Sie Formeln schreiben müssen.

Wichtig vorab: Claude kann sich verrechnen oder eine Spalte falsch deuten. Ergebnisse sind Vorschläge, die Sie gegenprüfen. Dazu zeigt diese Anleitung einen festen Weg.

Was Sie brauchen

Datenschutz zuerst: Entfernen Sie vor dem Hochladen Spalten mit Namen, Adressen, IBAN oder Telefonnummern, die Sie für die Frage nicht brauchen. Echte Kundendaten gehören nur in einen Firmenzugang mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

So geht es

  1. Kopieren Sie Ihre Tabelle in eine neue Datei und löschen Sie unnötige Spalten. Das Original bleibt unberührt.
  2. Prüfen Sie die Überschriften. Aussagekräftige Namen wie “Rechnungsdatum” statt “Spalte 3” helfen enorm.
  3. Starten Sie ein neues Gespräch mit Claude und laden Sie die Datei hoch oder fügen Sie einen Ausschnitt als Text ein.
  4. Lassen Sie Claude zuerst die Tabelle beschreiben (Prompt 1). So sehen Sie, ob alles richtig gelesen wurde.
  5. Stellen Sie dann Ihre eigentliche Frage (Prompt 2).
  6. Lassen Sie sich den Rechenweg zeigen und prüfen Sie zwei bis drei Werte selbst in Excel (Prompt 3).

Der Prompt

1. Tabelle verstehen lassen

Ich gebe dir eine Tabelle aus meinem Büro, als Datei oder unten eingefügt. Bevor du irgendetwas auswertest: Beschreibe mir bitte, was du siehst. Nenne die Spalten, was jeweils darin steht, wie viele Zeilen es sind und welche Spalten leere Felder enthalten. Weise auf Auffälligkeiten hin, zum Beispiel doppelte Zeilen, Datumsangaben in verschiedenen Formaten oder Zahlen, die als Text gespeichert sind. Rechne noch nichts aus. Wenn du etwas nicht sicher lesen kannst, sage es.

2. Frage stellen

Beantworte auf Basis der Tabelle diese Frage: [Ihre Frage, z. B. Welche Rechnungen sind noch offen und älter als 60 Tage?]. Falls die Frage ein Datum braucht, gilt als Stichtag [Datum]. Gib das Ergebnis als Liste mit den Spalten [Spalte A, Spalte B, Spalte C] aus. Nenne am Ende die Summe, die Anzahl der Zeilen und den Stichtag, den du verwendet hast. Wenn die Frage mehrdeutig ist, frage mich erst nach, bevor du rechnest. Erfinde keine Werte, die nicht in der Tabelle stehen.

3. Gegenprobe

Erkläre mir Schritt für Schritt, wie du auf dein Ergebnis gekommen bist, so dass ich es in Excel nachrechnen kann. Nenne die Spalten und Filter, die du benutzt hast, und eine Excel-Formel, mit der ich die Summe selbst berechnen kann. Nenne außerdem drei einzelne Zeilen aus deiner Liste, die ich zur Kontrolle im Original nachsehen soll.

Ein Beispiel

Erfundene Mini-Tabelle (Spalten: Rechnungsnummer, Kunde, Datum, Betrag, Status):

Frage: “Welche Rechnungen sind offen und älter als 60 Tage?”, Stichtag 03.11.2026. Ein richtiges Ergebnis nennt nur R-002 (83 Tage alt), die Summe 480 Euro und die Anzahl 1. R-003 ist zwar offen, aber erst 44 Tage alt und gehört nicht dazu. Genau solche Grenzfälle prüft Prompt 3: Nennt Claude 1.680 Euro, zeigt der Rechenweg sofort, wo der Fehler liegt.

Darauf sollten Sie achten

Varianten

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